·

Über Organisation des Rettungsdienstes debattiert

Der Bezirksrat der AOK Heilbronn-Franken bei der Besichtigung und Vorführung der neuesten Rettungsfahrzeuge des DRK-Kreisverbandes Bad Mergentheim. © AOK

AOK-Bezirksrat war zu Gast. Besichtigung der Integrierten Leitstelle in der Kurstadt

Bad Mergentheim/Heilbronn. Die Organisation des Rettungsdienstes war das Schwerpunktthema der jüngsten Sitzung des neuen Bezirksrats der AOK Heilbronn-Franken. Die Selbstverwaltung tagte vor Ort in den Räumen des DRK-Kreisverbandes Bad Mergentheim und lernte auch die Praxis kennen. Dazu gehörte eine Führung durch die Räume der Leitstelle und eine Besichtigung und Vorführung der neusten Rettungsfahrzeuge.

Vier Bereiche

Die planerische Organisation des Rettungswesens erfolgt in Heilbronn-Franken, so Jürgen Heckmann, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Heilbronn-Franken, in vier Rettungsdienstbereichen. Dies sind neben dem Stadt- und Landkreis Heilbronn mit einem Rettungsdienstbereich die Landkreise Schwäbisch Hall, der Hohenlohekreis und der Main-Tauber-Kreis.

Die Bereichsausschüsse des Rettungsdienstes bestehen aus Mitgliedern mit Stimmrecht und aus Mitgliedern in beratender Funktion. Stimmrecht haben Leistungserbringer wie etwa das DRK und die gesetzlichen Krankenversicherungen als Leistungsträger. Beratende Mitglieder sind unter anderem das Landratsamt, Krankenhäuser und die Ärzteschaft.

Gesetz wird angepasst

Das Rettungsdienstgesetz in Baden-Württemberg wurde letztmalig 2015 angepasst. Ende letzten Jahres hat nun der Landesgesetzgeber einen Entwurf zur Neufassung des Rettungsdienstgesetzes vorgelegt. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Im aktuellen Gesetzentwurf sind für folgende Bereiche zum Teil wesentliche Veränderungen geplant. Diese betreffen die Veränderung der Hilfsfrist, die Aufgaben und Besetzung des Bereichsausschusses, die Integrierte Leitstelle, die Luftrettung und die finanziellen Förderungen des Landes.

Wertheim im Fokus

Auf Nachfrage zur aktuellen Situation der Rotkreuzklinik in Wertheim und den Auswirkungen auf den Rettungsdienst wurde ausgeführt, dass sich der Bereichsausschuss für den Main-Tauber-Kreis sehr intensiv mit verschiedenen Szenarien beschäftigt.

Man stehe mit allen Beteiligten dazu im engen Austausch, hieß es an dieser Stelle.

Weiteres Thema bei der Besichtigung der Integrierten Leitstelle für den Landkreis und der DRK-Rettungsfahrzeuge waren die Arbeitsbedingungen der Rettungskräfte. Die Zukunft eines funktionierenden Rettungsdienstes werde durch gute Ausbildungsbedingungen entscheidend beeinflusst, mahnte Katharina Kaupp, derzeitige alternierende Vorsitzendes des AOK-Bezirksrats, zu diesem Thema.

Diese Einschätzung bestätigte Prof. Thomas Haak, Präsident des DRK Bad Mergentheim. „Wir legen Wert auf gute Arbeitsbedingungen und eine gute Ausstattung für alle unsere Beschäftigten, denn wie in vielen Bereichen unseres Gesundheitssystems spüren auch wir den Fachkräftemangel.“ aok