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Besonderes Jubiläum: 33 333. Blutspenderin in Niederstetten

Rüdiger Zibold (links, der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Niederstetten) und Roland Dietz (rechts, Bereitschaftsleiter DRK-Ortsverein Niederstetten) freuen sich über die 33 333. Blutspenderin Aline Danzer (Mitte). Mit ihr wurden auch Yvonne van Hees und Hans-Martin Kappes ausgezeichnet, die direkt vor und nach der Jubilarin an der Reihe waren. © DRK/Luksch

In Niederstetten konnte man ein besonderes Jubiläum feiern - nämlich eine Schnapszahl: Die 33.333. Blutspende wurde verzeichnet. Und die "Jubilarin" war sogar eine Erstspenderin.

Niederstetten. Blutspenden retten Leben und werden täglich in großer Anzahl benötigt – rund 15.000 Blutspenden werden Tag für Tag in Deutschland verwendet. Die Vorräte sind bundesweit derzeit allerdings knapp – deshalb gab es für die Pfingstferien extra den Aufruf, weitere Spende-Termine durchzuführen. In Niederstetten gab es dabei ein ganz besonderes Jubiläum, denn gesucht wurde eine imposante Schnapszahl.

Seit 1963 gibt es hier regelmäßig Blutspende-Termine: Jetzt wurde der insgesamt 33.333. Blutspender verzeichnet: „Diese Zahl ist schon ein Novum in der Region. Wir haben hier eine vergleichsweise große Spenderzahl und sind überglücklich, diese imposante Zahl jetzt gebührend feiern zu können“, freut sich Roland Dietz, der Bereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beim Ortsverein Niederstetten.

Schon bei der Anmeldung im Foyer der Sporthalle wussten die Verantwortlichen, dass Aline Danzer aus dem benachbarten Schrozberg die Jubilarin sein würde – nur sie selbst wusste noch nichts von ihrem Glück. Da man gerade bei einer Erstspenderin wie in diesem Fall nicht sicher sein kann, ob alles reibungslos verläuft, wird die Spende erst abgewartet. Nach rund 20 Minuten war das Prozedere dann aber erfolgreich und vor allem ohne Komplikationen beendet: „Ich hatte schon lange vor, mal Blut zu spenden. Tatsächlich war alles total unkompliziert – ich bin wirklich zufrieden, dass ich es jetzt endlich gemacht habe. Und dass ich dann noch die Schnapszahl getroffen habe, ist ja echt witzig“, berichtet die Erstspenderin, die zur Belohnung mit einem Restaurant-Gutschein ausgezeichnet wurde und auch künftig weiter Blut spenden will.

Vielleicht schafft sie es ja sogar noch so oft wie Hans-Martin Kappes, der direkt nach ihr kam und die Jubilarin bei ihrer Premiere betreut hat. Mit seiner 117. Spende dürfte er an diesem Tag Spitzenreiter gewesen sein vor dem 74-jährigen Hermann Döhler, der zum 112. Mal dabei war. Er hatte seine „Blutspende-Karriere“ gezwungenermaßen bereits beendet, doch im Vorjahr wurde die bis dahin geltende Altersgrenze von 72 Jahren aufgehoben – also kommt er weiterhin, diesmal mit seinem Sohn Markus, der ebenfalls bereits 35 Spenden hinter sich hat.

Überhaupt appelliert Roland Dietz, hartnäckig und ausdauernd dabei zu bleiben – selbst, wenn man aus medizinischen Gründen mal abgewiesen werden sollte, was durchaus vorkommen kann: „Manchmal stimmen einfach einzelne Werte nicht. Dann ist es wichtig, sowohl den mutmaßlichen Spender zu schützen als auch denjenigen, der die Spende bekommen könnte. Trotzdem sollte man sich davon nicht entmutigen lassen, wir freuen uns über jeden einzelnen Spender.“

Auch Rita Knorr wurde schonmal abgewiesen, „weil der Eisenwert damals nicht gestimmt hat“, berichtet die rüstige Rentnerin. Es war allerdings das einzige Mal, dass sie nicht spenden durfte. Deshalb hat sie nun auch schon stolze 75 Blutspenden auf ihrer persönlichen Habenseite – ebenfalls ein imposantes Jubiläum und bei diesem Blutspendetermin die höchste „runde“ Anzahl.

In Niederstetten haben diesmal tatsächlich genau 222 Spender ihren Anteil dazu beigetragen, dass Menschen in Not entsprechend behandelt werden können.

Das passende Video ist unter www.fnweb.de zu finden oder im FN-Youtube-Kanal.

Olivier Luksch Freier Autor Video-Filmer