Routiniert im "Verbellen" und im "Fußlaufen"

Routiniert im "Verbellen" und im "Fußlaufen"

Die Verantwortlichen und die neuen Mitglieder: hinten Staffelleiter Michael Morstatt, die ...

BAD MERGENTHEIM.Die Rettungshundestaffel des DRK Kreisverbands Bad Mergentheim wird in der Regel von der Polizei alarmiert, wenn eine Person vermisst wird. Die Kreisbereitschaftsleiter Jasmin Ambach und Manuel Breitenbacher freuten sich nun, vier weitere Teams aus Hundeführern und deren Hunden in der Staffel zu begrüßen. Die Teams hatten die Rettungshundeprüfung erfolgreich abgelegt.

Ein Bestandteil der Prüfung ist ein theoretischer Fachfragentest. Zuvor müssen für die Zulassung zur Prüfung Lehrgänge aus den Bereichen Kynologie (Lehre vom Hund), Erste-Hilfe am Hund, Karte und Kompass, eine Sprechfunkausbildung sowie ein Sanitätslehrgang absolviert werden.

Der erste Teil der praktischen Prüfung fand auf dem Gelände des DRK-Kreisverbandes in der Rotkreuzstraße statt. Bei der Verweisübung muss der Hund eine Person, die am Boden liegt, anzeigen, ohne diese zu belästigen oder gar zu verletzen. Bei der anschließenden "Unterordnung" wird der Gehorsam des Tieres auf die Probe gestellt: Es muss ohne Leine in verschiedenen Gangarten "Fußlaufen". Dies ist besonders wichtig, da die Rettungshunde im Einsatz oft durch Menschengruppen gehen oder mit anderen Hunden in Kontakt kommen. Die "Unterordnung" enthält auch die typischen Kommandos wie "Platz", "Steh" und "Sitz". Der letzte Teil der Prüfung, das Auffinden von zwei vermissten Personen, erfolgt im Wald. Zu Beginn der Suche befragt der Hundeführer die Einsatzleitung nach Daten zu den Vermissten und setzt dann seinen Hund zum Suchen an.

Wenn der Hund jemanden gefunden hat, zeigt er diesen durch "Verbell" oder durch sogenanntes Rückverweisen an. Dabei kommt der Hund nach Auffinden der Person zum Hundeführer zurück und springt diesen an oder er zieht an einem Gegenstand und zeigt so, dass er etwas gefunden hat. Der Hundeführer lässt sich vom nun angeleinten Hund zur Fundstelle führen. Im Gegensatz dazu bleibt beim "Verbell" der Hund an der Fundstelle und bellt solange, bis der Hundeführer ihn erreicht hat. Der Hundeführer muss dann noch in der Lage sein, die Person medizinisch zu versorgen. Bei erfolgreicher Prüfung erhält der Hundeführer seine Urkunde und der Hund seine Rettungshundemarke. "Die Rettungshundestaffel ist ein Aushängeschild des Kreisverband Bad Mergentheims. Ich habe großen Respekt vor deren Arbeit" so Kreisbereitschaftsleiter Breitenbacher, der selbst schon auf Sucheinsätzen der Staffel dabei gewesen ist. Nach der aktuellen Prüfung kann die Bad Mergentheimer Rettungshundestaffel auf sieben Teams zurückgreifen. Dabei hat die Staffel insgesamt 24 Mitglieder. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert zweieinhalb Jahre. Das vier- bis achtstündige Training mit den Hunden findet zweimal pro Woche statt. Finanziert wird die Staffel ausschließlich über Spenden. Förderer und neue Mitglieder sind willkommen.




Veröffentlicht am:
15:14:27 19.09.2017 von DRK Bad Mergentheim e.V

Letzte Aktualisierung
15:14:27 19.09.2017