Flächendeckende Versorgung gesichert



Nach einer rekordverdächtigen Bauzeit von nur einem Jahr entstand in Creglingen eine neue, den heutigen Erfordernissen gerecht werdende Rettungswache. Mit auf dem Bild die beiden Hauptamtlichen DRK- Mitarbeiter Sarah Jacoby und Roman Hügel.

CREGLINGEN. Grund zum Feiern gab es am Wochenende in Creglingen. Nach einem Jahr Bauzeit wurde die neue DRK-Rettungswache
ihrer Bestimmung übergeben.

 
 

Mit einer Feierstunde wurde die Rettungswache eingeweiht. Viele kamen zu diesem Anlass, der in den Räumen der neuen Rettungswache stattfand, um so ihre Verbundenheit zum DRK zu dokumentieren.

 

Stellvertretend für die zahlreichen Ehrengäste begrüßte der Präsident des DRK- Kreisverbandes Mergentheim, Professor Dr. Werner Roman, Bürgermeisterstellvertreter Karl Haag, den Präsidenten des DRK-Kreisverbandes Tauberbischofsheim Oskar Fuchs, Kreisbrandmeister Alfred Wirsching, den Ersten Landesbeamten Dr. Ulrich Derpa und nicht zuletzt Vertreter der bauausführenden Firma Uhl.

 

Die Bevölkerung erwarte zurecht eine flächendeckende Versorgung mit allen medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Arztpraxen und Rettungswachen, so Professor Dr. Romen in seinen einleitenden Worten. Die Verhältnisse hätten sich in den letzten Jahrzehnten aber gravierend verändert, aufgrund ganzer Bündel einschneidender Maßnahmen im sozialen Sektor - und dies bei gleichzeitig gestiegenem Anspruchsdenken der Bürger.

Unter anderem sei das besondere Handicap des Main-Tauber-Kreises zu bedenken. Er sei ein "langes Handtuch", der an politische Grenzen stoße. Diese Grenzen seien kaum zu überwinden. Die Kleinstaaterei des Mittelalters lasse grüßen.

Diese Problematik im Raum Creglingen habe unter anderem zur Ausdünnung an niedergelassenen Ärzten, zur Schließung von Krankenhäusern und zu einem gravierenden Mangel an Notärzten geführt. Vor diesem Hintergrund wollten die Rotkreuzler, so der Präsident, nun ein Zeichen setzen und erstellten in der Rekordzeit von weniger als einem Jahr die neue Rettungswache.

Die staatliche Förderung habe sich in engen Grenzen gehalten, weshalb das DRK viel Geld in die Hand habe nehmen müssen, um den funktional durchdachten und 496? 000 Euro teuren Neubau zu ermöglichen und der Bevölkerung im Oberen Bezirk die Sicherheit zu geben, im Notfall mit schneller Hilfe rechnen zu können.

Natürlich habe dieses erfolgreiche Projekt mehrere Väter. Doch an erste Stelle seien Bürgermeister Hehn und Stadtbaumeister Scheiderer zu nennen, ohne die gar nichts gelaufen wäre. Schützenhilfe habe man aber auch vom DRK-Landesverband, dem Landratsamt und hier besonders von Kreisbrandmeister Alfred Wirsching erhalten. Unermüdlich habe DRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Eckel wichtige Hintergrundarbeit geleistet, nicht zu vergessen die großen Eigenleistungen im Innenausbau der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern des DRK.

Ein Lob gehe auch an seinen Stellvertreter Klaus Kornberger sowie an das Landratsamt, das dem DRK viele lange Jahre Unterschlupf gewährt habe - und nicht zuletzt hätten die beteiligten Firmen gute Arbeit geleistet. Alle zusammen könnten sich ein Stück des äußerst gelungenen Projekts "Rettungswache Creglingen" ans eigene Revers heften. Er wünsche sich und hoffe, so Professor Dr. Werner Romen am Ende seiner Grußworte, dass die Einwohner im Oberen Bezirk nun für viele Jahre einen sicheren und schnellen Baustein in der medizinischen Rettungskette zu ihrem Wohl behalten können.

Diesem Wunsch schloss sich UHL-Prokurist Herrmann an, der die angenehme Zusammenarbeit mit allen Beteiligten würdigte und Professor Romen symbolisch einen überdimensionalen Schlüssel übergab.

Nachdem Pfarrer Burk die kirchliche Segnung der Räume vorgenommen hatte, überbrachte der Erste Landesbeamte Dr. Ulrich Derpa die Grüße des Landratsamtes. Man freue sich über das Bekenntnis zum Standort Creglingen, womit sich die Hilfsfristen nun besser einhalten ließen. Diese Standortsicherung habe auch eine wichtige Bedeutung für den gesamten Landkreis.

Bürgermeisterstellvertreter Karl Haag betonte, dass die Bevölkerung im Oberen Bezirk und die Stadt Creglingen stolz darauf seien, dass die Rettungswache weiterhin in Creglingen bleibe. Er wolle nicht verschweigen, dass die Stadt mit 40?000.- Euro die Außenanlage finanziert habe und auch die Kosten für die Außenpflanzung übernehmen werde - dies auch im Wissen um die lebensrettende Arbeit des DRK, die allen Bürgern der Region zugutekomme.

Schlussendlich ging auch Kreisgeschäftsführer Klaus Eckel auf die nun abgeschlossene Baumaßnahme ein. Er verglich den Bauverlauf mit einem Marathonlauf, an dessen Start die Genehmigungsinstitutionen ebenso gestanden hätten wie die Stadt Creglingen, das Landratsamt, die am Bau beteiligten Firmen, die DRK- Akteure und nicht zuletzt die Bevölkerung im Oberen Bezirk. Am Ende habe es einen klaren Start-Ziel-Sieg des guten Willens und der unbürokratischen Zusammenarbeit aller gegeben, die an diesem Projekt beteiligt waren. Herannahende Hindernisse habe man mit einem kooperativen Zwischensprint schnell hinter sich gelassen und so in einer rekordverdächtigen Bauzeit ein bauliches Ziel erreicht, das in der Lage sei, die lebensrettende Arbeit des DRK-Ortvereins zum Wohle der Einwohner zu sichern und zu stärken. Es sei ein modernes Rettungszentrum entstanden, das Ruheräume, einen Aufenthaltraum, je einen Rein- und Unreinraum sowie Garagenplätze für den Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug biete.

© Fränkische Nachrichten Bernd Hellstern



Veröffentlicht am:
10:50:55 19.10.2015 von DRK Bad Mergentheim e.V

Letzte Aktualisierung
15:46:51 28.10.2015