Sanitäter nicht nur für den Pausendienst

St. Bernhard setzt neue Maßstäbe in Erster Hilfe

Schulsanitäter von heute sind die Ersthelfer von morgen. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz hat so die Mädchen- und Jungen-Realschule St. Bernhard elf Schüler entsprechend qualifiziert und beauftragt.

Elf Schulsanitäter hat jetzt die Mädchen- und Jungen-Realschule St. Bernhard. Organisiert hat dies der Referendar Sebastian Quenzer, die Ausbildung führte das Rote Kreuz durch. Dessen Kreisgeschäftsführer (ganz rechts) würdigte die Aktion als beispielhaft.

Foto: Peter Keßler

Elf Schulsanitäter hat jetzt die Mädchen- und Jungen-Realschule St. Bernhard. Organisiert hat dies der Referendar Sebastian Quenzer, die Ausbildung führte das Rote Kreuz durch. Dessen Kreisgeschäftsführer (ganz rechts) würdigte die Aktion als beispielhaft.

 

"Anders als andere Schulen", erläutert der für die Aktion verantwortliche Sebastian Quenzer, "setzen wir unsere Schulsanitäter nicht nur für die Betreuung von erkrankten und verletzen Mitschülern in den Pausen ein. Bei uns sind die Schulsanitäter Teil der Versorgungskette". Sie würden zu medizinischen Notfällen jeglicher Art im Schulhaus und auf dem Schulgelände alarmiert, wendeten damit auch in Notfallsituationen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse direkt an und alarmierten gegebenenfalls Rettungsdienst oder Notarzt. Auch zur Betreuung bei Schulveranstaltungen würden sie eingesetzt.

Quenzer kennt sich aus in der Materie. Der Referendar an der Realschule ist Rettungssanitäter und hat mehrjährige Erfahrung im Bereich der Notfallmedizin. So ist es möglich, dass die neuen Schulsanitäter teilweise eigenständig agieren, aber stets Beratung und Unterstützung durch rettungsdienstlich erfahrene Lehrkräfte bekommen. Die gleiche Qualifikation hat im Lehrerkollegium auch Thorsten Klein. "So übernehmen diese Schüler aktiv Verantwortung für Mitschüler, Lehrer und Mitarbeiter und verbessern die Sicherheit an unserer Schule", betont Sebastian Quenzer.

Der verbindliche Erste-Hilfe-Lehrgang umfasste 16 Unterrichtseinheiten an zwei Tagen, kostenlos durchgeführt vom DRK-Kreisverband Mergentheim, und mit Notfall-Rucksäcken unterstützt von der Barmer Krankenkasse. Als Arbeitsgemeinschaft führt Quenzer die Ausbildung weiter. Bei den 14-tägigen AG-Treffen werden Wissensstand und praktische Fähigkeiten aktuell gehalten und weiter ausgebaut.

Seine Freude über das hohe Verantwortungsbewusstsein der Schüler zeigte DRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Eckel bei der Übergabe der Urkunden über den bestandenen Kurs. St. Bernhard gehe einen zukunftsweisenden Weg, denn Schulsanitäter von heute seien die Ersthelfer von morgen.

Bewusst überreiche man die Bescheinigungen in einer Feierstunde, mitgestaltet von der Stimmbildungs-AG unter Leitung von Wolfgang Weiß und in Anwesenheit von Eltern- und Schülervertretern, betonte Rektor Wolfgang Kaufmann. Er sehe es als eine außergewöhnliche Leistung an, wie hier "junge Menschen bereit sind, sich zu engagieren, sich für etwas Gutes einzusetzen, Zeit zu investieren für andere, sich ausbilden zu lassen, um im Notfall rettende Hilfe leisten zu können". Die neuen Schulsanitäter seien damit Vorbilder für Andere und die Eltern könnten stolz sein.

Hohes Lob des Schulleiters galt Sebastian Quenzer, der dafür gesorgt habe, dass aus einer Idee Wirklichkeit geworden sei. Er habe die Schüler motiviert und alles bis ins Einzelne geplant und organisiert. Dank verdienten aber auch DRK und Barmer für ihre Unterstützung.

 




Veröffentlicht am:
15:02:47 09.12.2014 von DRK Bad Mergentheim e.V

Letzte Aktualisierung
15:02:47 09.12.2014