Eine „großartige Bürgerinitiative“

Niederstetten: Ehrung der Blutspender / Karl-Hans Menikheim spendete bereits zum 100. Mal Blut

 

Unser Bild zeigt die Blutspender zusammen mit Bürgermeister Zibold (links), dem DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Roland Dietz, Kreisbereitschaftsleiterin Carina Kraft und dem Präsidenten des DRK-Kreisverbandes Mergentheim, Prof. Werner Romen.
 

Niederstetten. Zur alljährlichen Auszeichnung der Blutspender hatte Bürgermeister Rüdiger Zibold wieder Bürgerinnen und Bürger der Kernstadt und aus den Teilgemeinden in den Versammlungsraum des DRK Vereinsheims eingeladen.

Anwesend waren auch der Präsident des DRK-Kreisverbandes Mergentheim, Prof. Werner Romen, Kreisbereitschaftsführerin Carina Kraft und Roland Dietz, der Bereischaftsleiter des DRK-Ortsvereins Niederstetten, die ebenso wie das Stadtoberhaupt das außerordentliche Engagement der zu Ehrenden würdigten.

Die Blutspender, so der Bürgermeister, seien durch ihre Blutspenden in gewisser Hinsicht auch zu Lebensrettern geworden. Sie haben Anteil daran, dass das Blutspenden zu einer der großartigsten Bürgerinitiativen für Verletzte und Kranke geworden ist.

 

In diesem Zusammenhang erwähnte der Bürgermeister, dass seit 1964 in Niederstetten 26679 Blutspender ihren Lebenssaft spendeten, was einer gespendeten Blutmenge von 12230 Litern entspricht.

Die Gesellschaft lebe von Menschen, die sich für andere einbringen, die Solidarität beweisen durch die regelmäßige Abgabe ihres eigenen Lebenssaftes an andere, da es für das menschliche Blut keinen Ersatzstoff gibt und auch in Zukunft nicht geben werde.

Diese Feierstunde, so Zibold, solle deshalb ein Dankeschön und die offizielle Bestätigung sein, dass die Gesellschaft die Blutspender dringender denn je brauche, zumal der Bedarf an Blutpräparaten ständig ansteige.

Man wolle mit dieser Ehrung aber auch das vorbildliche Bürgerverhalten der Blutspender ins rechte Licht rücken. Zum einen weil die Blutspender es verdienten, zum andern weil man sich erhofft, dass diesem Beispiel andere Bürger folgen mögen, die nun vom Gedanken und der Notwendigkeit des Blutspendens überzeugt werden. Jeder der durch irgend einen Umstand auf lebenserhaltendes Fremdblut angewiesen ist, müsste eigentlich zu sich sagen "Ja - ich werde Bluspender", sofern er es bis dato noch nicht war.

Der Dank des Bürgermeisters ging auch an den DRK-Ortsverein Niederstetten und seine vielen ehrenamtlichen Helfer, die in Zusammenarbeit mit den Ärzten und Schwestern des Blutspendedienstes die erfolgreiche Durchführung der Blutspendeaktionen ermöglichten.

Rüdiger Zibold appellierte abschließend an die Blutspender, weiterhin der guten Sache treu zu bleiben, wenn möglich Freunde und Bekannte zu überzeugen, damit Bedürftige auch in Zukunft immer unbegrenzt Blut erhalten.

Der Präsident des DRK-Kreisverbandes, Prof. Werner Romen, dankte den Spendern auch im Namen der zahllosen Kranken. Die Spender hätten vielen Menschen nicht nur in der Zurverfügungstellung von Vollblut geholfen. Denn die Blutkomponenten, die nach der Blutentnahme aus dem Blut gewonnen werden, dienten dazu, viele Kranheiten zu heilen bzw. zu lindern, die früher unheilbar waren. Die Medizin sei heute in der Lage, auch Patienten im hohen Alter zu operieren, die nach Blutverlustern nicht so schnell eigenes Blut nachbilden können.

Bereitschaftsleiter Roland Dietz teilte in diesem Zusammenhang mit, dass die nächsten beiden Blutspendetermine für Mittwoch, 12. März, und Mittwoch, 13. August, angesetzt sind.

Letzterer Termin ist gleichzeitig der Blutspendetermin zum runden Jubiläum "50 Jahre Blutspenden in Niederstetten" mit besonderen Aktionen, unter anderem werde jeder 50. Blutspender ein besonderes Präsent erhalten habe.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 26.02.2014




Veröffentlicht am:
08:51:10 04.03.2014 von DRK Bad Mergentheim e.V

Letzte Aktualisierung
08:51:10 04.03.2014