Für alle Eventualitäten gut gerüstet

 
DRK-Kreisverband Bad Mergentheim: 20 Helfer vor Ort legten mit Erfolg einen Sanitätslehrgang ab

 

 

 

Die Teilnehmer der Sanitätsausbildung mit den Ausbildern und Prüfern sowie dem Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Bad Mergentheim, Raimund Rüdenauer (links).

© DRK

Bad MERGENTHEIM. Ehrenamtlichen Sanitätshelfern begegnet man fast überall. Sie leisten Dienst auf Volks- oder Stadtfesten und bei anderen öffentlichen Veranstaltungen. In den ländlichen Gebieten kommen Sie auch als so genannte Helfer vor Ort zum Einsatz. Ihre Aufgabe ist es, Hilfe zu leisten und vor allem die wichtige Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicherzustellen. Bevor sie jedoch zum ersten Einsatz kommen können, muss zunächst ein 50 Unterrichtseinheiten umfassender Sanitätslehrgang absolviert werden.

Unter Leitung der DRK-Lehrkräfte Rainer Burkard, Gerd Drescher und Antje Klingert haben in den letzten Monaten, meist an den Wochenenden, 20 aktive Rotkreuzler des DRK-Kreisverbandes Bad Mergentheim diese anspruchsvolle Ausbildung absolviert.

Neben umfangreichen theoretischen Grundlagen gab es eine Vielzahl praktischer Kenntnisse zu erlernen. Lehrgebiete sind bei der Sanitätshelferausbildung Atmung und Kreislauf, Schock, Schädel-Hirn-Trauma, Knochenbrüche und Gelenkverletzungen, Medikamente, Infektionskrankheiten, Rettung und Transport sowie Sanitätseinsätze im Allgemeinen.

Bei der Abschlussprüfung durften sich die Ausbilder von dem erreichten Leistungsstand überzeugen. Die Prüfung gliedert sich in drei Teilprüfungen: Einem theoretischen Teil, der schriftlich abzulegen ist, sowie einem praktischen Teil, der wiederum aus zwei Aufgaben besteht: der Pflicht- und der Wahlaufgabe.

Die praktische Prüfung ist in Zweier-Teams zu absolvieren. Die Teams wurden zuvor ausgelost. Pflichtaufgabe ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Einsatz der Frühdefibrillation. Als Wahlaufgaben wurden dieses Mal ausgesucht: Bewusstlosigkeit mit Kopfplatzwunde, akutes Koronarsyndrom und ein Schädel-Hirn-Trauma. Die Prüflinge wurden aber erst kurz zuvor über die "Lage" in Kenntnis gesetzt, so dass eine realitätsnahe Einsatzsituation geschaffen worden ist.

"Der Kurs war anstrengend und fordernd sowohl für die Teilnehmer als auch die Ausbilder. Alle haben gut mitgearbeitet, die Leistungen waren gut bis sehr gut", so die zufriedene Antje Klingert, die gleichzeitig auch Bildungsleiterin des Kreisverbands Bad Mergentheim ist. Marietta Singer, Mitglied in der Bereitschaft 1 des Ortsvereins Bad Mergentheim, hat diesen Kurs bereits zum dritten Mal erfolgreich absolviert. "Ich wollte meine Kenntnisse wieder erneut auffrischen." Besonders gut gefallen hat ihr, dass die drei Ausbilder alle einen unterschiedlichen Hintergrund haben. So wartete zum Beispiel Ausbilder Burkard immer wieder mit sehr interessanten Fallbeispielen aus der Praxis auf.

Am Ende der Prüfung gratulierten Rainer Burkard, Antje Klingert sowie Kreisbereitschaftsleiter Helmut Wolf allen Teilnehmern zur erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zum Sanitätshelfer. Klingert ließ dabei aber nicht unerwähnt, dass innerhalb eines Zeitfensters von zwei Jahren 16 Unterrichtseinheiten zur "Auffrischung" nachgewiesen werden müssen. Wer Interesse an einer aktiven Mitarbeit im Deutschen Roten Kreuz hat, kann sich beim DRK-Kreisverband Bad Mergentheim unter Telefon 0?79?31?/?48?29?00 melden.

Erfolgreich teilgenommen an dem Lehrgang des Roten Kreuzes haben: Elke Hehn, Martin Haag, Iris Wöhr, Stefan Esswein, Stefanie Rumm, Robin Lochner, Milena Seybold, Peter Wöhrle, Margot Fug, Melanie Amersbach, Iris Litwitz, Linda Schafenberg, Marietta Singer, Eileen Fitzpatrick, Tabea Albrecht, Steve Oswald, Linda Münder, Lena Fickel, Kevin Fickel und Sebastian Hertlein. drk

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 29.05.2012



Veröffentlicht am:
14:08:03 29.05.2012 von DRK Bad Mergentheim e.V

Letzte Aktualisierung
14:08:03 29.05.2012