Quantensprung für die Rettungsleitstelle des Landkreises

 

Quantensprung für die Rettungsleitstelle des Landkreises

Blick in die neue Rettungsleitstelle des Landkreises Main-Tauber.

Blick in die neue Rettungsleitstelle des Landkreises Main-Tauber.

© Sascha Bickel

BAD MERGENTHEIM.Ende September war es endlich soweit, die Rettungsleitstelle des Main-Tauber-Kreises bezog die modernen und hellen Räume des neugebauten, zweistöckigen Einsatz- und Fortbildungszentrums des DRK-Kreisverbands Bad Mergentheim. Heute Abend findet die feierliche Einweihung statt.

2,3 Millionen Euro investierte das Deutsche Rote Kreuz in das neue Gebäude, das zwischen Rotkreuzstraße und B 290 entstand, in das Umfeld und die Einrichtung des Erdgeschosses samt Schulungssaal und Fahrzeughallen. Das Obergeschoss gehört der Leitstelle, die gemeinsam vom DRK-Kreisverband und dem Landkreis getragen wird. Noch einmal 870 000 Euro wurden in Technik, Ausstattung, Brandschutz, Sicherheitsschleusen und Notstromversorgung investiert, damit hier rund um die Uhr gearbeitet werden kann. Rund 24 500 Notrufe pro Jahr sind zu bearbeiten; allein 1200 Feuerwehreinsätze, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk, DLRG, Notfallseelsorger, Rettungshundestaffeln und mehr zu koordinieren.

"Die Rettungsleitstelle hat statt bislang 72 jetzt 500 Quadratmeter zur Verfügung - das sagt eigentlich schon alles", freuen sich der Präsident des DRK-Kreisverbands Professor Dr. Werner Romen und DRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Eckel. Sie sprechen von einem "Quantensprung" in vielerlei Hinsicht. Der einzige Wermutstropfen sei, so Romen, "dass wir immer noch auf die Digitalisierung warten", die vom Land Baden-Württemberg für Feuerwehr und Rettungsdienst angestoßen werden muss.

56 Kilometer Leitungen wurden in den neuen Räumen verlegt. Von derzeit vier kann langfristig auf bis zu neun Disponentenplätze aufgestockt werden, wenn dies nötig würde. Im Server-Raum ist ausreichend Platz für noch mehr Technik. Weitere sechs Arbeitsplätze stehen sofort für Notrufe in Katastrophenfällen zur Verfügung.

Leitstellen-Chef Matthias Hofmann spricht von sehr aufwendigen Vorbereitungen, um die Leitstelle reibungslos über die Straße - vom alten ins neue Gebäude - verlagern zu können. "Die Kollegen freuen sich jetzt über die enorm verbesserten Arbeitsbedingungen; endlich haben wir Platz." Rund 15 Personen arbeiten im Rotationsprinzip in der Leitstelle.

Die meisten Nerven hat der Tag der Umschaltung Ende September gekostet. "Das größte Problem war die Telekom", weiß Hofmann zu berichten. "Die Notrufnummer 112 war immer erreichbar, aber bei der 19 222 hatten wir Schwierigkeiten." Beschwerden gab's zum Glück keine, merkt Kreisgeschäftsführer Eckel an, ehe noch die wichtige Unterstützung durch den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Lauda erwähnt wird.

Rettungsdienstleiter Kai Schlecht lobt abschließend die generalstabsmäßige Planung des Umzugs durch Matthias Hofmann, der schon seit Mai mit den beauftragten Fachfirmen die Umsetzung vorangetrieben habe und stets Zeit-, Bau- und Kostenpläne detailliert im Blick hatte.





Veröffentlicht am:
13:27:30 02.11.2017 von DRK Bad Mergentheim e.V

Letzte Aktualisierung
13:27:30 02.11.2017