Die Rennmaus zeiht positive Bilanz

 

Die "Rennmaus" zieht positive Bilanz

Die Geehrten des DRK-Kreisverbandes mit der Kreisbereitschaftsleitung: (von links) Jasmin Ambach ...

Die Geehrten des DRK-Kreisverbandes mit der Kreisbereitschaftsleitung: (von links) Jasmin Ambach und Manuel Breitenbacher, Prof. Dr. Helmut Schaudig, Andreas Renje, Otto Dietz und Eduard Sattler zusammen mit Präsident Prof. Dr. Werner Romen.

© Retzbach

Der DRK-Kreisverband Bad Mergentheim traf sich am Dienstagabend in Niederstetten zur Generalversammlung, um über das vergangene Jahr Bilanz zu ziehen.

Main-Tauber-Kreis. Prof. Dr. Werner Romen, Präsident des DRK-Kreisverbandes, begrüßte die "große Rotkreuz-Familie". Da am Abend noch das Fußballspiel des FC Bayern statt fand, einigte man sich schmunzelnd darauf, die Tagesordnung möglichst kurz und bündig durchzuführen.

Neben Niederstettens Bürgermeister Rüdiger Zibold sprach auch der Erste Landesbeamte Dr. Ulrich Derpa ein Grußwort. Er beglückwünschte zu den neuen Gebäuden in Creglingen und Bad Mergentheim. Das Dauerthema der Rettungsdienste, die Einhaltung der Rettungszeiten, sei im Mergentheimer Verband bereits auf einem guten Niveau. Er bedankte sich für einen "starken und soliden Kreisverband" und freute sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

Als Vertreter des Landesverbandes Baden-Württemberg sprach Dr. Axel Strunk. Er berichtete schmunzelnd, Prof. Romen habe in der Einladung seinen Verband bescheiden als "graue Maus" bezeichnet.

Dem widersprach Strunk entschieden, der Kreisverband sei eher mit einer "Rennmaus in der Spitzengruppe" zu vergleichen, die Welt des Roten Kreuzes sei in Bad Mergentheim noch vollkommen in Ordnung. Darüber hinaus stellt sich das Verbandsleben als sehr aktiv dar und in Sachen Liquidität und Rettungsdienstleistung zeige der Verband gute Leistungen. "Der Landesverband hält große Stücke auf ihren Verband", lobte Dr. Strunk abschließend. Notfallseelsorger Horst Frithjof-Tschampel hob in seinen Grußworten die Bedeutung des Ehrenamtes sowie der Arbeit des Verbandes im Allgemeinen hervor. Man sei großen Belastungen ausgesetzt und sehe teilweise sehr unschöne Dinge, die nicht jeder ohne Weiteres verkraften könne. Daher solle man ein waches Auge und ein gutes Miteinander pflegen, damit die Arbeit gut gelingen kann.

Nach den Grußworten der Ehrengäste betonte Prof. Romen in seinem Bericht die große Bedeutung, die das Ehrenamt im Verband einnimmt. Es koste Jung und Alt zahlreiche unentgeltliche Stunden an Freizeit, die sie für ihre Mitmenschen investieren. Dies sei für die Gesellschaft leider oft allzu selbstverständlich, der Dank komme meist zu kurz. Allerdings sei ein deutlicher Rückgang des Ehrenamtes auch im Mergentheimer Verband zu beobachten, was für zunehmende Schwierigkeiten sorge.

Das Wissen in der Gesellschaft über das Rote Kreuz und deren Aktivitäten sei recht gering, beschränke sich hauptsächlich auf Einsätze in Katastrophenfällen, so Prof. Romen weiter. Die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer auf Sportplätzen, bei Festen wie den Heimattagen sowie bei Blutspendeaktionen blieben weitestgehend unbeachtet. Es koste die beteiligten Freiwilligen allerdings sehr viel Ausbildungs- und Übungsstunden, um eine gute Versorgungsqualität bei den einzelnen Veranstaltungen gewährleisten zu können. Für diesen Einsatz zollte Prof. Romen den Helfern großen Dank und Respekt und hielt alle Anwesenden dazu an, "im Dienst um die Mitmenschen auch weiterhin nicht nachzulassen".

Zahlen stimmen optimistisch

Schatzmeister Edmund Brenner bescheinigte im Folgenden dem Verband eine gute finanzielle Entwicklung und zeigte sich trotz der aktuell schwierigen Zinspolitik zufrieden mit den Zahlen. Man könne durchaus optimistisch in die Zukunft blicken.

Eine Prüfung der Zahlen durch das unabhängige Wirtschaftsprüferbüro Bauer, Volkert und Schillinger ergab keine Einwände von Edmund Brenners Arbeit.

Die Kreisbereitschaftsleitung, bestehend aus Manuel Breitenbacher und Jasmin Ambach, berichtete von ihrer Arbeit im vergangenen Jahr. Das neu gewählte Team schilderte die Arbeit der Mergentheimer Rettungshundestaffel, die gut besetzt und dank zahlreicher Übungseinheiten stets einsatzbereit ist.

Die Berichte der Kreisausbildungsbeauftragten Antje Klingert sowie des Kreisjugendleiters Christian Seeber belegten die rege Tätigkeit des Verbands im vorangegangenen Jahr. Der Ausbilderstamm sei vergrößert worden, 80 Kinder und Jugendliche werden zudem im Jugendrotkreuz betreut. Zahlreiche Aktionen wie Gruppenabende sowie Unterstützung bei Blutspendeaktionen werden regelmäßig durchgeführt und auch für das kommende Jahr seien wieder zahlreiche Aktionen geplant.

Im Anschluss an die Berichte des Präsidiums beantragte Ehrengast Prof. Schaudig die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig angenommen wurde.

Bei den im Anschluss vorgenommenen Nachwahlen wurden Elena Putz, Iris Wöhr und Sebastian Hersam von den Ortsverbänden einstimmig ins Präsidium gewählt.

Nun nahm Prof. Romen noch die Ehrung einiger Mitglieder vor, die sich im besonderen Maße um den Kreisverband Bad Mergentheim verdient gemacht hatten.

Jahrzehnte engagiert

Prof. Dr. Helmut Schaudig wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft beim DRK sowie für seine Verdienste um ein geregeltes Notarztsystem in Bad Mergentheim ausgezeichnet. Andreas Renje hat sich neben 32 Jahren Mitgliedschaft beim DRK vor allem durch tatkräftige Unterstützung bei Blutspendeaktionen hervorgetan. Urgestein Otto Dietz wurde für 65 Jahre Mitgliedschaft geehrt, er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen des Roten Kreuzes. Eduard Sattler wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft sowie tatkräftige Unterstützung bei verschiedenen Aktionen geehrt.

Als letzten Tagesordnungspunkt nahm man zusammen mit Justiziar Florian Reis noch einige Änderungen an der Satzung vor, die alle einstimmig angenommen wurden.




Veröffentlicht am:
15:34:53 19.09.2017 von DRK Bad Mergentheim e.V

Letzte Aktualisierung
15:38:53 19.09.2017