integrierte Leitstelle besteht seit 20 Jahren

 

Integrierte Leitstelle besteht seit 20 Jahren

Disponent Sebastian Adler demonstrierte die Arbeit in der Integrierten Leitstelle (dahinter von ...

Disponent Sebastian Adler demonstrierte die Arbeit in der Integrierten Leitstelle (dahinter von links) Landrat Reinhard Frank, ILS-Leiter Matthias Hofmann, Geschäftsführer Klaus Eckel, Kreisbrandmeister Alfred Wirsching, dem Ersten Landesbeamten Dr. Ulrich Derpa und DRK-Präsident Prof. Dr. Werner Romen.

Recommendations
 
© Landratsamt

MAIN-TAUBER-KREIS.Die Integrierte Leitstelle Main-Tauber (ILS) in Bad Mergentheim besteht seit nunmehr 20 Jahren. Sie disponiert alle nichtpolizeilichen Dienste von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS-Dienste) im gesamten Main-Tauber-Kreis. Das sind der Rettungsdienst und Krankentransport sowie die Einsätze der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks (THW), der Wasserrettungsorganisation DLRG, der ökumenischen Notfallseelsorge, des Katastrophenschutzes sowie der Fachdienste der Rotkreuzverbände wie der Rettungshundestaffel oder der "Helfer vor Ort"-Gruppen.

Getragen wird die Leitstelle jeweils zur Hälfte vom Main-Tauber-Kreis und dem Kreisverband Bad Mergentheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). "Nach wie vor unterhalten das Landratsamt und der DRK-Kreisverband ein einwandfreies und harmonisches Verhältnis bei der Zusammenarbeit in Sachen Leitstelle", bestätigten Landrat Reinhard Frank und der Präsident des DRK-Kreisverbandes, Professor Dr. Werner Romen. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens trafen sie sich zu einem Vor-Ort-Gespräch in der Leitstelle. Daran nahmen aus dem Landratsamt zudem Erster Landesbeamter Dr. Ulrich Derpa und Kreisbrandmeister Alfred Wirsching teil; seitens des DRK waren auch Kreisgeschäftsführer Klaus Eckel sowie der Leiter der ILS, Matthias Hofmann, vertreten.

Neben dem Europanotruf 112 nimmt die ILS nach wie vor noch die Rufnummer 19222 und die Nummer 116 117 des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes an. Dies sind jährlich ca. 150 000 Anrufe, davon ca. 24 500 Notrufe. Außerdem werden die Feuerwehren des Landkreises ca. 1200 Mal pro Jahr alarmiert. Die Leitstelle ist rund um die Uhr erreichbar.
In regelmäßigen Abständen muss die ILS auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. "Allein hierfür sind für das Jahr 2017 Investitionen in Höhe von 360 000 Euro vorgesehen", erklärt der Erste Landesbeamte Dr. Ulrich Derpa, der im Landratsamt als Dezernent für Feuerwehr und Katastrophenschutz auch für die Leitstelle zuständig ist. Kreis und DRK teilen sich auch die Investitionskosten hälftig.

Besonders wichtig ist es, die Notrufe schnellstmöglich und effektiv abzuarbeiten. "Ein weiterer, besonders wichtiger Grundstein der Leitstellenarbeit ist daher natürlich das kompetente Leitstellenpersonal unter Leitung von Matthias Hofmann", erklärten Landrat Frank und Professor Romen. Qualifiziert als Rettungsassistenten, durchlaufen die Disponenten noch einmal eine zusätzliche, umfangreiche Weiterbildung, die sie berechtigt, in der Integrierten Leitstelle arbeiten zu können.

Um in Zukunft noch effektiver reagieren zu können, soll die Leitstelle noch in diesem Jahr Räume im neu erstellen, gegenüberliegenden Gebäude in der Rotkreuzstraße 30 beziehen. "Im DRK-Präsidium hoffen wir darauf, dass wir diesen Plan baldmöglichst umsetzen und in einem Jahrzehnt auf das 30-jährige Bestehen der Leitstelle zurückblicken können, dann aus einem neuen Blickwinkel am neuen Standort", sagte Kreisgeschäftsführer Klaus Eckel.

Die Eröffnung der Leitstelle im Jahr 1997 war ein besonderes Ereignis: "Sie sind der erste Landkreis in Baden-Württemberg mit durchgängiger Erreichbarkeit aller Rettungsdienste", mit diesen Worten hatte Peter Weda, Gutachter für Leitstellentechnik, die Kreisverwaltung und das DRK damals beglückwünscht. Für das Projekt hatten sich der damalige Landrat Georg Denzer mit Kreistag und Verwaltung sowie der DRK-Kreisverband Bad Mergentheim mit dem damaligen Vorsitzenden Christian Baumgart eingesetzt. An den Vorbereitungen waren ebenso DRK-Kreisverbands-Schatzmeister Edmund Brenner, Chefarzt Dr. med. Manfred Hirschauer und Rechtsanwalt Gert Schöppler beteiligt. drk/lra




Veröffentlicht am:
15:19:24 19.09.2017 von DRK Bad Mergentheim e.V

Letzte Aktualisierung
15:19:24 19.09.2017